Mausmodelle embryonaler Tumoren

Neben der Verwendung so genannter ‚Xenograft Modelle', bei denen humane Tumorzelllinen entweder subkutan oder orthotop transplantiert werden, verwenden wir verschiedene genetisch veränderte Mauslinien, um die Pathogenese embryonaler Tumoren (Neuroblastom, Medulloblastom und Retinoblastom) im Modellsystem zu untersuchen.

Technisch bietet sich dazu die Verwendung vom Cre/lox-Rekombinase-System an. Diese Methode erlaubt es uns, das Mausgenom gewebs- und zeitpunktgenau zu manipulieren und eröffnet uns somit zahlreiche Möglichkeiten für die Untersuchung spezifischer Genfunktionen und für den Aufbau verschiedener Mausmodelle. Entsprechende Tiere stehen uns bereits zur Verfügung.

Im Vorfeld wurde von uns ein Vektor entwickelt, welcher die Rekombinase-aktivierte, gewebsspezifische Expression von Onkogenen erlaubt. Basierend auf diesem Vektorsystem generierten wir eine Serie transgener Mäuse, welche transgen für putative, im Neuroblastom bzw. im Medulloblastom wichtige Onkogene, wie Alk, N-Myc oder Lin28b sind. Mittlerweile beobachten wir Neuroblastome bzw. Medulloblastome in diesen Mausmodellen, und werden uns in Zukunft neben der Generierung weiterer Modelle besonders auf die weitere Analyse dieser bereits von uns etablierten Modelle konzentrieren.

Ansprechpartner: Theresa Thor (theresa.thor@uk-essen.de)